A Thousand Horses: «Unsere Musik ist ein Tagebuch unseres Lebens»
Wenn A Thousand Horses auf der Bühne stehen, treffen Southern Rock, Country und Americana auf kraftvollen Rock’n’Roll. Vor ihrem Konzert als Special Guest von The Black Crowes in der Zürcher Halle 622 hat THE STAGE mit Sänger Michael Hobby über den Ursprung des Bandnamens, die Entwicklung der Band und ihre aktuelle Musik gesprochen.
Der Name der Band entstand dabei überraschend unspektakulär. Als die Musiker ihre erste EP aufnahmen, brauchten sie einen Bandnamen. Einer der Songs hiess «A Thousand Horses» – und genau dieser Titel war schliesslich der einzige Vorschlag, auf den sich alle einigen konnten. «Einen Bandnamen zu finden, ist mit mehreren Leuten schwieriger, als man denkt», erzählt Hobby schmunzelnd.
Zwischen Southern Rock, Country und Rock
Musikalisch lässt sich A Thousand Horses nur schwer in eine Schublade stecken. Die Bandmitglieder sind in South Carolina und Georgia aufgewachsen und wurden gleichermassen von Southern Rock, Rockmusik und Country geprägt. Auch britische Rockbands wie Led Zeppelin hätten grossen Einfluss auf ihren Stil gehabt. «All diese Einflüsse hört man in unserer Musik», sagt Hobby. Während frühere Alben stärker in Richtung Southern Rock und Americana gingen, rückt die Band auf dem aktuellen Album White Flag Down etwas stärker in Richtung Rock, ohne ihre Southern-Rock-, Country- und Americana-Wurzeln zu verlieren. Für die Band sei jedes Album eine Momentaufnahme ihres Lebens und ihrer musikalischen Entwicklung.
Live spielen ist das eigentliche Ziel
Für A Thousand Horses steht das Live-Erlebnis klar im Mittelpunkt. Schon als Jugendliche träumten die Musiker nicht in erster Linie vom Tonstudio, sondern davon, mit einer Band auf Tour zu gehen, in einem Tourbus zu leben und vor Publikum auf der ganzen Welt aufzutreten. «Genau darum geht es für uns», sagt Hobby. Songs zu schreiben und aufzunehmen gehört für die Band zwar dazu. Ihre eigentliche Leidenschaft seien jedoch das Tourleben und die Konzerte vor Publikum. Genau davon hätten sie schon als Jugendliche geträumt.
Songs als Spiegel des eigenen Lebens
Viele Songs der Band handeln von Freiheit, Reisen und dem Leben unterwegs – kein Zufall, denn genau das prägt den Alltag der Musiker. Das ständige Unterwegssein fliesst ganz automatisch in die Texte ein. Beim aktuellen Album kommen zusätzlich sehr persönliche Erfahrungen hinzu. Persönliche Schicksalsschläge wie eine Scheidung innerhalb der Band, der Verlust eines Elternteils und gleichzeitig die ersten Schritte als Väter prägten die Entstehung des Albums. «Unsere Musik ist ein Tagebuch unseres Lebens», beschreibt Hobby den kreativen Prozess.
Erstmals in der Schweiz
Die aktuelle Europatournee führt A Thousand Horses erstmals in die Schweiz. Entsprechend gross ist die Vorfreude. «Die Schweiz stand schon lange auf meiner Wunschliste», verrät Hobby. Besonders schätzt die Band das europäische Publikum. Die Fans würden sich häufig intensiver mit den Alben beschäftigen und nicht nur die Radiosingles kennen. Zudem entstünden bei den Konzerten immer wieder echte Freundschaften mit Menschen, die der Band über viele Jahre treu bleiben.
Mit den grossen Vorbildern auf Tour
Ein besonderes Highlight ist für A Thousand Horses die gemeinsame Tour mit The Black Crowes. Die legendäre Rockband aus Atlanta zählt zu den wichtigsten musikalischen Einflüssen der Gruppe. «Mit ihnen unterwegs zu sein, stand ganz oben auf unserer Wunschliste», sagt Hobby. Nachdem A Thousand Horses im Laufe ihrer Karriere bereits für zahlreiche namhafte Künstler eröffnet haben, erfüllt sich mit der Tournee mit The Black Crowes nun ein lang gehegter Traum.
Hier kannst du in das aktuelle Album White Flag Down hineinhören:










